10 Jahre Schwertspiel e.V. - 3 Jahre Dresdner Fechtschul

Schwertspiel e.V. feiert dieses Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Ein guter Anlass, um ein ganzes Wochenende lang mit alten und neuen Weggefährten zu feiern.

Vom 01.06.-02.06.2013 wird ein Festwochenende stattfinden, zu dem wir ganz herzlich einladen.

Geplant sind eine große Feier am Samstagabend, Freie Workshops zu verschiedenen Themen des historischen Fechtens sowie der ungezwungene Austausch von Erfahrungen mit anderen Gruppen. Eingebettet in diese Festlichkeiten wird unsere diesjährige Fechtschul am 01.06.2013 sein.

Wir hoffen auch dieses Jahr wieder die konstruktive und äußerst freundschaftliche Atmosphäre der letzten beiden Fechtschulen transportieren zu können - und sie natürlich fließend in eine gute Feier hineingleiten zu lassen.


Fechtschul am Samstag, den 01.06.2013

Mit dem regelmäßigen Ausrichten von Fechtschulen seit 2010 wollen wir in Dresden eine historische Form des Wettfechtens wiederbeleben, die prägend war für die farbenprächtige Festkultur deutscher Städte des 16. und 17. Jahrhunderts.

Ort: Turnhalle der 16. Grundschule "Josephine", Josephinenstr. 6, 01069 Dresden

Dauer: 10.00 bis 16.00 Uhr

 

Workshops am Sonntag, den 02.06.2013

Christian Eckert (Leiter der Schule Tres Gladii, Hochheim): "Das Vor und der Zornhau" - Eine Einführung in das Kampfkonzept von Tres Gladii

Es werden der Zusammenhang von Bewegung, Technik, Taktik und Strategie vorgestellt. Die besonderen Konzepte der deutschen Tradition, wie wir sie von Lichtenauer, Lechküchner, Meyer und aus I.33 kennen, werden mit moderner Didaktik erklärt, geübt und automatisiert.

Schwerpunkte:
- über Distanz und Timing ( Meyer)
- über die Mitte und das Besetzen derselben (Lichtenauer und Dog Brothers)
- der Zornhau und seine Hybriden (Lichtenauer und I.33)
- das Vor (alle)

Alle diese Konzepte werden an drei Wehren gezeigt und geübt. Langes Schwert, langes Messer und Schwert&Buckler

Benötigte Ausrüstung: langes Schwert, Einhandschwert, langes Messer (alternativ: Holzstöcke in entsprechender Länge), Fechtmaske, feste Handschuhe
Dauer: ca. 1 Stunde

Reinier van Noort (School voor Historische Schermkunsten, Delf): 'Strengeren' in Bruchius' Art of Rapier Fencing

One of the central questions in rapier fencing is how to get close enough to your opponent to be able to hit him, without him hitting you as you do so. Your step into measure can be a great opportunity for your opponent to attack. For Bruchius, like other 17th century rapier masters the solution lies in the 'strengeren' – i.e. placing your blade (and body) in such a way relative to your opponent's blade (and body) that you cover his most direct line of attack. In this way, you effectively parry his primary attack before he makes it.

This concept is perhaps easier understood in practice than described in words. Therefore, in this workshop we will first briefly review the basics of rapier fencing, after which we will explore the first few lessons from Bruchius' treatise, in which he demonstrates 'strengeren' and the advantage this creates.

Benötigte Ausrüstung: Rapier (alternativ: Stoßfechtwaffe oder Holzstöcke in entsprechender Länge), Fechtmaske
Dauer: ca. 1 Stunde

Thore Wilkens (Trainingsleiter der Blossfechter zu Chemnitz): Fechten im Band nach Cod. I. 6. 4° 2 [sog. Codex Wallerstein]

Das Kapitel zum Fechten im Langen Schwert des Cod. I. 6. 4° 2 (sog. Codex Wallerstein) ist eine der herausragendsten Fechtquellen des 15. Jahrhunderts. Die vielfältigen Formen der Verteidigung gegen das Winden und die ausgefallene Arbeit im Band vermitteln den Eindruck, es hier mit Brüchen gegen die Kernelemente der Liechtenauerschule zu tun zu haben. Im Rahmen des Workshops soll ein Einblick in die spezielle Bandarbeit und Bewegungslehre des Fechtsystems nach dem Cod. I. 6. 4° 2 ermöglicht werden.

Benötigte Ausrüstung: langes Schwert, Fechtmaske, feste Handschuhe
Dauer: ca. 1 Stunde

Michael Gerlach und Aiko Reinelt (Schwertspiel e.V. Dresden): Schnitttests mit einem scharfen Schwert

Die Eigenschaften der Waffe stellt eine wesentliche Grundlage der Interpretation historischer Quellen dar. Für die Kenntnis der Schadenswirkung einer scharfen (kalten) Waffe ist der praktische Schnittest daher unerlässlich. In diesem Workshop, der parallel über den gesamten Sonntag stattfindet, kann der Umgang mit einem scharfem Langschwert an Tatamis (gerollten Reisstrohmatten) geübt werden. Langschwert, vorbereitete Tatamis und Ständer stellt Schwertspiel e.V. bereit. Pro bestellter Tatami ist ein Unkostenbeitrag zu entrichten! Bitte Handschuhe mitbringen und die Sicherheitseinweisung der verantwortlichen Personen (Michael Gerlach/Aiko Reinelt) auf jeden Fall beachten!

Benötigte Ausrüstung: feste Handschuhe
Dauer: Die Schnitttests finden den ganzen Sonntag über statt.

Anmeldung





(Die Tatamis werden für den Schnittest am Sonntag benötigt)