7. Dresdner Fechtschul am 30. September und 01. Oktober 2017

>> Zu Mittag aber nach dem Essn

Ist ein ManhafftFechtschuelgewesn,

Sigmund Faulbeltz (in seinem standt,

Ist er Churfürstlicher Trabant)

Ein Bruder uff S. MarciStuel,

Hielt uff dem Schlosshoff die Fechtschuel,

Da war manch frischer Hahn dabey,

Nicht allein Trabenten und Lackey,

Sondern viel von frembdenkommen hin,

Zu fechten nach ehr und gewin,

Die schonten ja ein ander nicht,

 

Weder den Kopf noch daß Gesicht,

Giengen einander umb die Haar,

Und gaben immer Wahr umbWahr,

Mancher bekam auff seinen Pusch,

Vom andern ein gute Husch,

In allerlyWehrn die man tregt,

Uff die Fechtschuln, darin man pflegt

Zu fechten, waren da zugegen.

Man thatauffjed ein gnant Geld legn,

In was vor Wehr einer ein schlug,

Dasselbe Geld er davon trug,

Und durfts der ander doch nicht klagn,

Ob ihn schon dieser hart geschlagn,

Er wurddarzu noch ausgelacht,

Keinem mans allda anders macht. <<